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Myogelose: Muskelverhärtung als Ursprung vieler Schmerzsymptome

Bild von einer Muskelverhärtung
geschrieben von Faszien Gesundheit

Der Begriff Myogelose stammt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt so viel wie „Frost“ oder auch „Muskelhärte“.

Myogelose wird in der Umgangssprache mit Verspannungen verbunden. Fachlich bedeutet der Begriff sowas wie eine schmerzhafte Verdickung des Muskels.

Oftmals reagieren die betroffenen Stellen auf Druck mit empfindlichen Schmerzen. Außerdem bilden sich oft Verdickungen in Form von Knoten, die sich hart anfühlen.

Auch in einer Narkose bestehen diese Verdickungen weiterhin und lösen sich nicht auf. In den betroffenen Bereichen kommt es hinsichtlich der Struktur zu Veränderungen.

In der Medizin gehört die Myogelose zu einer der häufigsten Befunde.

Woher stammt der Begriff Myogelose?

Der deutsche Begriff „Muskelhärte“ hat sich in diesem Zusammenhang nicht durchgesetzt und daher wird „Myogelose“ als Bezeichnung verwendet.

In einigen Aufzeichnungen ist auch der Begriff „Triggerpunkt“ zu finden. Aus pathophysiologischer Sicht lässt sich die Myogelose sehr gut mit einem Triggerpunkt vergleichen.

Der Triggerpunkt geht dabei vor allem auf die Schmerzen dieser muskulären Verhärtung ein, während sich die Myogelose eher mit der spürbaren Verknotung der Muskulatur auseinandersetzt.

Der Triggerpunkt stammt aus dem angloamerikanischen und wird heute mit der gleichen Bedeutung in Deutschland verwendet.

In diesem Zusammenhang taucht ebenfalls der Begriff „Fibrositis“ auf. Dieser wurde im letzten Jahrhundert geprägt und wurde in der deutschen Sprache als „Fibrositissyndrom“ übernommen.

Heute ist die Bezeichnung aber längst überholt, auch damals konnte er sich nicht durchsetzen.

Heutzutage gibt es eine Neudefinition des Begriffs Fibrositis und bezeichnet wird eine komplett andere Krankheit.

In der Medizin tauchen ebenfalls die Bezeichnung des „Maximalpunktes“ auf. Dieser wird auch für den Begriff der Myogelose verwendet und ist gleichbedeutend.

Der Muskelkater dagegen bezeichnet einen Reizzustand, der auch mit Schmerzen verbunden ist, aber so nur über einen kurzen Zeitraum bestehen bleibt.

Es wird nicht als Verletzung im engeren Sinne gesehen. Daher sind der Begriff Muskelkater und Myogelose nicht gleichzusetzen.

Was ist Myogelose genau?

Es handelt sich um eine schmerzhafte Verhärtung, die teilweise auch Knoten bildet und vor allem bei Druck empfindlich reagiert.

Als Diagnose kann vor allem beobachtet werden, dass in dem Bereich Sauerstoff fehlt und die dort vorhandenen Muskeln nur noch sehr geringe Aktivitäten zu verzeichnen haben.

Wie entsteht die Myogelose?

Die Myogelose kann verschiedene Ursachen haben, oft handelt es sich um Veränderungen des Stoffwechsels, aber auch um Muskelentzündungen.

Es kommt zu einer Verbindung von sauren Muskelstoffwechselprodukten. Diese haben bei Verwendung ein größeres Volumen und sorgen für eine geringere Durchblutung und Stoffwechselveränderungen im Körper.

In dem Bereich ist der Endomysium zu beobachten, bei den betroffenen Stellen kommt es zu einer merklichen Verkleinerung.

Ähnlich wie bei einem Muskelkater kommt es hier zu Rissen und anderen Schädigungen der Muskelfasern.

Diese Verletzungen sind langfristig und lassen sich auch unter Narkose noch beobachten.

Was kann man dagegen unternehmen?

Zur Verbesserung wird empfohlen, sich nach einer Belastung beim Sport richtig auszulaufen und vor allem zu dehnen, um die Muskeln lockern zu können.

Als medizinisches Mittel wird vor allem die Akupunktur verwendet, sie ermöglicht es, tief wirkend an die betroffenen Stellen zu gelangen.

Für leichte Massagen, kann auch die heutzutage oft benutzte Faszienrolle verwendet werden.

Bei der Behandlung sollte es zielführend sein, die Ursache der Myogelose zu behandeln und nicht nur kurzfristig gegen die Probleme anzugehen.

In der heutigen Medizin gibt es weitere Behandlungsweisen, die hilfreich sein können.

Dieser Artikel behandelt ein gesundheitliches Thema. Er dient explizit nicht zur Selbstdiagnose und ersetzt auch keine ärztliche Diagnose. Bitte lesen und beachten Sie unbedingt unsere Hinweise zu gesundheitlichen Themen.

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