Faszientraining

Faszienrollen How To: So löst Du verklebte Faszien richtig!

Faszienrolle richtig benutzen
geschrieben von Faszien Gesundheit

Aber was sind Faszien eigentlich?

Faszien stellen ganz einfach und auf das Wesentliche reduziert, das Bindegewebe im menschlichen Körper da.

Oftmals werden sie als Begrifflichkeit im Zusammenhang mit Cellulite verwendet, aber verklebte Faszien sind auch für Nacken-, Rücken- und Gelenkschmerzen verantwortlich.

Um die verklebten Faszien lösen zu können, kann man eine Faszienrolle erwerben und verwenden. Die Nutzung der Faszienrolle wird als „self myofascial release“ (SMR) bezeichnet.

Die Faszienrolle erlaubt es einem, die Faszien ohne Hilfe eines Fremden zu massieren. Das klingt zunächst schwierig, ist aber eigentlich ganz einfach.

Es gibt viele verschiedene Übungen, die mit der Faszienrolle durchgeführt werden können. Bei vielen Übungen muss man sich auf den Rücken legen und dann die Rolle unter den Rücken schieben und sich damit hin- und herrollen.

So kann man sich effektiv den Rückenbereich massieren und die verklebten Faszien lösen sich.

Diese Vorgehensweise funktioniert am gesamten Körper. Insbesondere an den Oberschenkeln und den Waden bietet sich eine solche Behandlung auch an, um Faszien zu lösen und Verkrampfungen etwas zu lockern.

Dabei sollte punktuell Druck auf die betroffene Körperstelle ausgeübt werden. Durch die Faszienrolle wird die Durchblutung gefördert und die einzelnen Faszien erhalten eine verbesserte Versorgung mit Wasser.

Um den bestmöglichsten Effekten zu erzielen, sollte die Körperpartie etwa 10 bis 20 Mal mit der Rolle überrollt werden.

Wichtig ist es, diese Prozedur mehrmals die Woche durchzuführen, dann können die verklebten Faszien dauerhaft gelöst werden und auch deren Elastizität wird um ein vielfaches gesteigert.

Was muss ich alles wissen?

Eigentlich nicht viel, man kann jederzeit ohne viel Wissen beginnen und sich selbst und dem Bindegewebe etwas Gutes tun.

Es kann vorkommen, dass Schmerzen bei der Selbstmassage entstehen, diese zu empfinden sind gut, denn dort muss besonders intensiv massiert werden.

So sollte man aber vor allem und immer auf sein eigenes Empfinden hören. Mit der Faszienrolle selbst kann man nicht viel verkehrt machen, man muss sich nur Zeit für die Behandlung lassen und kein Wunder erwarten.

Leichte Schmerzen die bei einer behutsamen Behandlung auftreten können, sind ganz normal. Das Bindegewebe muss sich zunächst an die Behandlung gewöhnen, daher entstehen oft schmerzende Druckstellen, die aber nach einigen Tagen wieder verschwunden sein sollten.

Treten Schmerzen aber über einen längeren Zeitraum auf, sollte Kontakt zum Hausarzt gesucht werden, um mögliche Ursachen abklären zu können.

Wie lange und wie oft soll die Faszienrolle angewendet werden?

Gerade nach dem Sport kann die Faszienrolle dabei behilflich sein, verspannte und besonders beanspruchte Muskeln zu lockern.

Eine Massageeinheit sollte zwischen 10 bis 15 Minuten andauern, stundenlanges herumrollen auf der Faszienrolle verbessert das Ergebnis nicht.

Einmaliges Anwenden kann die Beschwerden nur kurzfristig lindern, erst langfristige Anwendung zumindest jeden Tag für wenige Minuten kann die Schmerzen dauerhaft lindern.

Möchte man sein Bindegewebe einfach etwas stärken, reicht auch eine Anwendung jeden zweiten Tag für ein paar Minuten.

Besonders das abwechseln der einzelnen Körperregionen ist aber sinnvoll. Das heißt, das wenn Du montags deine Beine mit der Rolle beansprucht hast, das Du erst am Mittwoch weitermachst. Am Dienstag kannst Du ja aber zum Beispiel deinen Rücken bearbeiten. Gibt auch dem Bindegewebe eine Pause und lass es regenerieren ohne das Du es dabei ständig mechanisch beanspruchst.

Muss ich bei der Massage selbst etwas beachten?

Faszien enthalten sehr viel Wasser, dieses wird von ihnen aufgesaugt wie von einem Schwamm. Um dieses Wasser aus den Faszien komplett herauspressen beziehungsweise einen Austausch der Flüssigkeit zu erzeugen, ist es wichtig, die Faszienrolle nicht zu schnell zu bewegen, nur so kann erreicht werden, dass die Faszie sich leert und anschließend neues Wasser aufnehmen kann.

Bei der Massage selbst kommt es natürlich auch auf die Technik an. Schnelles Rollen ist wie bereits gesagt nicht wirklich förderlich, um die Faszien zu lösen.

Gerade an schmerzenden Stellen sollte man die Bewegungen noch verlangsamen und intensivieren, um die dort sitzenden Faszien genauer behandeln zu können.

Gerade die etwas komplexeren Release-Techniken erzeugen zumeist erst Linderung der Beschwerden. Einfaches Rollen stark verklebter Strukturen wird oftmals nichts bewirken. Eine manuelle Therapie wie Rolfing, FDM etc. ist durchaus sinnvoll.

Wer dagegen nur sein Bindegewebe „stärken“ möchte, kann auch etwas schnellere Bewegungen durchführen, um die Faszien etwas auf Trab zu bringen.

Wie lange dauert die Behandlung?

Wie schon gesagt, darf man auch bei dieser Methode keine Wunder erwarten, denn es handelt sich hierbei nur um eine Massage für das Bindegewebe.

Muskulatur aufbauen kann man mit dieser Methode nicht, es geht vielmehr darum, die beanspruchten Muskeln zu lockern und Verspannungen zu behandeln und sogar vorzubeugen.

Bis die Faszien beweglicher werden, dauert es mehrere Monate, sie regenerieren nur sehr langsam und brauchen daher viel Zeit um sich zu erholen.

Eine Behandlung sollte daher zumindest über mehrere Wochen, nach Möglichkeit sogar Monate durchgeführt werden, um gute Ergebnisse erzielen zu können. Dafür ist die Behandlung aber auch nur mit einem geringen Zeitaufwand verbunden.

Die Faszienrolle – eine gute Alternative?

Klar, die Faszien-Rolle kann bei vielen Problemen Abhilfe schaffen, sodass man nicht sofort den Arzt aufsuchen muss.

Vor allem kann man so auch auf Schmerzmittel verzichten. Allerdings ersetzt die Faszienrolle natürlich keine professionelle Behandlung.

Praktiken wie Akkupunktur, Rolfing und Osteopathie können durch die Faszienrolle nicht ersetzt werden.

Durch die Selbstbehandlung mit der Rolle werden nur die oben liegenden Faszien erreicht, andere Behandlungstechniken reichen wesentlich tiefer.

Es kann daher auch ganz sinnvoll sein, einen echten Experten im Bereich der Faszientherapie aufzusuchen.

Dieser Artikel behandelt ein gesundheitliches Thema. Er dient explizit nicht zur Selbstdiagnose und ersetzt auch keine ärztliche Diagnose. Bitte lesen und beachten Sie unbedingt unsere Hinweise zu gesundheitlichen Themen.

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